Aktueller Gesundheitszustand (3.5.2017)

Leider nun einmal nichts Gutes. Begeistert habe ich von der Vorbereitung auf den VCM 2017 berichtet. Ich hatte da tolle lange Dauerläufe, die ich alle beschwerdefrei absolviert habe. Nach dem VCM hat sich mein Zustand verschlechtert und nach anfänglicher Besserung kann ich nun nur mit Krücken gehen, da ich das linke Bein gar nicht belasten kann. Es ist nicht einmal an gehen zu denken. Es geht mir echt schlecht, da ich mehr als bewegungseingeschränkt bin. Die Physiotherapie habe ich nun abgebrochen, da ich nicht einmal auf den Behandlungstisch komme. Ich muss nun alle Befunde abwarten. Inzwischen bekomme ich eine Schmerztherapie durch Medikamente (Diclofenac in Form von Deflamat 75 half gar nichts, ich bekomme Injektionen).

Was ist los? Die gute Nachricht: Nach einem Röntgen ist klar – das Hüftgelenk ist ok. Nun geht es an ein MRT (17.5.2017 – Speising), um festzustellen, ob es ein Haarriss oder ein Knochenmarködem ist. (Egal, es tut höllisch weh.) Beides ist möglich, sehen tut man es nur durch MRT – Untersuchung. Während der Muskel eigentlich richtig behandelt wurde, schlummerte im Hintergrund etwas Schlimmeres, das aber auf Grund der Symptomatik niemand erahnen konnte. Für den Muskel war Bewegung gut, damit wuchs aber das eigentliche Problem.

Dazu aus Wikipedia:

Marathonlauf als Ursache von Knochenmarködemen

Auf Internetforen für Marathonläufer, Halbmarathonteilnehmer oder Ironman-Vorbereitung wird besonders häufig über Knochenmarksödeme berichtet. Im Artikel [6] wird über deutliche Zusammenhänge zwischen Belastungen durch Marathonlaufteilnahme und dem Entstehen von Knochenmarködemen berichtet: „Anhand einer Untersuchung beim Melbourne-Marathon 1986 an 5223 Teilnehmern gaben 63% Schmerzen nach dem Marathon-Lauf an. Als weitere Risikofaktoren auch für die Knochenmarködeme kommen exzentrische (Trainingsvolumen und -intensität, Oberflächenbeschaffenheit des Bodens, Schuhwerk) und intrinsische (Fuß-Fehlformen, Beinlängendifferenz) Risikofaktoren in Frage. Eine Form der ossären Reaktionen sind Stressfrakturen, viel entscheidender und vielleicht für die zukünftige Entwicklung eines Gelenkes in Richtung Arthrose ausschlaggebend sind stressinduzierte Knochenmarködeme, die durch die Belastung eines einzigen Marathon-Laufes bereits ausgelöst werden können. Normalerweise reagiert das Knochengewebe auf vermehrte Belastung mit Umbauvorgängen (Remodeling). Durch Verdickung der Corticalis und Umorganisation der trabekulären Strukturen adaptiert sich das Knochengewebe an die vermehrte Beanspruchung. Voraussetzung für eine suffiziente Adaptation des Knochengewebes sind entsprechende Regenerationsphasen. Bei der Stressfraktur übersteigt die Belastung die individuelle Toleranzschwelle, es tritt im Bereich von mechanischen Spannungsspitzen eine lokale Zirkulationsstörung mit Zellnekrose und vermehrter Osteoklastenaktivität auf. Als Folge der vermehrten Knochenresorption entstehen Mikrofrakturen im Bereich des geschwächten Knochengewebes. Periostale knöcherne Reaktionen in der 4. Woche komplettieren das Bild der Stressfaktur. Durch intraläsionale Messungen von Knochenstoffwechselparametern (Osteocalcin, knochenspezifische alkalische Phosphatase und Kollagen Typ I Metaboliten [ICTP, PINP] konnte eine 4-10-fache Erhöhung des Resorption-Formations-Zyklus bei Patienten mit Knochenmarködem im Kniebereich nachgewiesen werden. Vor allem die Kollagen Typ I Metaboliten (ICTP als Resorptions-und PINP als Formationsmarker) erwiesen sich als verlässliche Parameter zur Quantifizierung gesteigerter Umbauvorgänge. Im Normalfall scheint bei intakter Knorpeloberfläche die Absolvierung einer Marathondistanz keine persistierenden Auswirkungen auf das Signalverhalten der subchondralen Matrix zu haben. Wenn jedoch bereits eine Schädigung des Gelenkknorpels oder eine Meniscusschädigung vorliegt, so konnte in der MRT ein reaktives Knochenmarködem entsprechend der mechanischen Mehrbelastung beobachtet werden. Dieses Ergebnis basiert auf einer Untersuchung von Marathon-Läufern, die vor dem Start, im Anschluss an den Marathon-Lauf und 6-8 Wochen danach MR-tomographisch untersucht wurden. Dabei konnten bei 6 von 8 untersuchten Hobby-Läufern Veränderungen im Sinne einer Knochenmarksreaktion festgestellt werden.“