Ilomedin (5) – Therapie

Was wird da eigentlich genau gemacht? – Ganz einfach: Infusionen, um das Ödem wegzubekommen.

Alles über die Infusion:

https://medikamio.com/de-de/medikamente/ilomedin-20-ug1-ml/pil

Über diese Therapie:

Aufgrund des manchmal viele Monate dauernden Ablaufs ist eine gute Information des Patienten über die Wichtigkeit einer konsequenten Entlastung (mit Priorität gegenüber kreislaufstützender Bewegung) und Geduld notwendig. Falls keine ausreichende Entlastung erfolgt, kann die Konsequenz eine Nekrose (Morbus Ahlbäck) mit Durchbrechen der Knochenoberfläche sein, was dann ein künstliches Knie erfordert (Knie-Totalendoprothese oder Knie-TEP). Trotz Therapie bestehen die Beschwerden mindestens 4 Wochen, meist etwa 3–6 Monate. Ein protrahierter Verlauf über 12–18 Monate ist ist abhängig von der Konsequenz der Entlastung und der Vollständigkeit der Kombination mehrerer therapeutischer Maßnahmen durchaus häufig, eine Chronifizierung ist nicht beschrieben. 6 Wochen nach Ilomedin-Infusion ist eine Entlastung der Ödemstelle mit Krücken erforderlich, und zwar so, dass beim Gehen immer ein Blatt Papier ohne Widerstand durchgezogen werden kann. Im Zeitbereich zwischen 6 und 12 Wochen nach der Ilomedin-Infusion kann bei Schmerzfreiheit eine Büroarbeit ohne Gehhilfe bzw. Krücken wieder aufgenommen werden, es sollte jedoch in diesen 6 Wochen unnötiges Treppensteigen, unnötige Autofahrten und unnötige Spaziergänge, knieende Tätigkeiten oder knieende Gymnastikübungen im Fall vom KMÖ nahe dem Knie, Walking zur Kreislaufstützung und Ergometertraining noch vermieden werden. Schwimmen oder Aqua-Jogging ist als einzige Kreislauf-stützende Maßnahme erlaubt/erwünscht, falls an der Ödemstelle dabei kein Schmerz entsteht, ansonsten muss 12 Wochen nach Ilomedin-Infusion die Entlastung der Ödemstelle gegenüber einem Kreislauf-Training bewusst priorisiert werden. Beim 56-jährigen Autor dieser Seite mit Erstbefund „subchondrale Demarkierung“ und deutlichem KMÖ mit Bone bruise am medialen linken Femur-Kondyl, war das Knochenmarködem beim Kontroll-MRT 12 Wochen nach Ilomedin-Infusion zu 90% verschwunden, ganz leichte Schmerzen jedoch noch spürbar. Der Orthopäde riet trotz des schönen MRT-Befundes und der verschwundenen subchondralen Demarkierung unbedingt dazu, noch weitere 2-3 Monate (also bis 6 Monate nach der Ilomedin-Infusion) noch kein tägliches Nordic-Walking aufzunehmen, und das Kreislauftraining auf nur Radfahren oder Schwimmen zu beschränken. Der Autor dieser Seite entlastete 6 Wochen nach Ilomedin-Infusion vollständig mit Rollstuhl im Krankenstand ohne Autofahrten, dann kam 6 Wochen Teilentlastung mit ausschließlich täglich getragenen links und rechts 4mm erhöhten Schuheinlagen an den Außenseiten. In diesen 12 Wochen wurde die Nahrung wie folgt je Tag ergänzt: 4 Omega-3-Kapseln/Tag @ 300mg DHA+EPA, 100 mg Lachs/Tag (mit 1600 mg EPA+DHA), in Summe also 2800mg DHA+EPA/Tag, 3 CalciProtect-Kapseln, in Summe 2000 IE Vit.D/Tag trotz gutem Vit.D-Spiegel (44 ng/ml) bei nur 6% Omega-3-Index zu Beginn der Therapie im Blut. Prostaglandin-reduzierende Schmerzmittel wie Ibuprofen und Finsterid wurde(n) völlig abgesetzt. Ab dem Zeitpunkt 12 Wochen nach Ilomedin-Infusion wurde auf ein Auto mit Automatik-Getriebe umgestellt und das Schuhwerk täglich gewechselt: abwechselnd mit außen 4 mm erhöhten Schuheinlagen, MBT-Schuhe ohne Einlagen und fallweise wieder normale Schuhe mit nur unter den Fersen wirksamen Gel-Einlagen. 6 Monate nach Ilomedin-Infusion erfolgt erneut eine Feststellung des 25-OH-Vitamin-D3-Spiegels, des Omega-3-Index und des Calcium-Spiegels im Blut. Ab diesem Zeitpunkt wird die Nahrungsergänzung mit Kalzium, Vitamin D, Vitamin K und Omega-3-Fettsäuren auf ca. 20-30% reduziert und in dieser Höhe auf Dauer fortgeführt.